Großes Interesse beim Bayerischen Tag der Telemedizin – Erster Auftritt der Digitalen Gesundheitsgruppe (DGG)

Großes Interesse beim Bayerischen Tag der Telemedizin – Erster Auftritt der Digitalen Gesundheitsgruppe (DGG)

Von |2019-03-12T12:20:45+00:00Juli 17th, 2018|DGG-News|Kommentare deaktiviert für Großes Interesse beim Bayerischen Tag der Telemedizin – Erster Auftritt der Digitalen Gesundheitsgruppe (DGG)

Bereits zum sechsten Mal tagte der Bayerische Tag der Telemedizin im „MTC – House of Fashion“ in München – Ende Juni unter dem Motto „Grenzen überwinden durch Telemedizin“. Rund 700 Teilnehmer kamen in München zusammen, um die aktuelle Gesetzgebung sowie News und Trends in der Gesundheitsversorgung zu diskutieren.

Die Schirmherrin des Kongresses, die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml, betonte in einer Videobotschaft: „Lassen Sie uns gemeinsam die Chance nutzen, mit Hilfe der Telemedizin Grenzen zu überwinden – nicht nur regional, sondern auch sektoral.“

Darüber diskutierten Vertreter der Gesundheitsministerien mehrerer Bundesländer und eine internationale Runde mit eHealth-Experten aus Armenien, Bulgarien, Polen und Russland. Prof. Dr. Georgi Chaltikyan aus Armenien fasste zusammen: „Ärzte können künftig die Telemedizin nicht mehr vermeiden, sie wird selbstverständlich und auch die Patienten fordern diese vermehrt ein.“

Neben dem spannenden Programm mit zahlreichen Vor- und Nachmittagsforen informierten sich die Besucher in einer umfangreichen Ausstellung über etablierte sowie neue Telemedizinprojekte. Das vielen Akteuren bekannte Deutsche Institut für Telemedizin und Gesundheitsförderung (DITG) stellte sich erstmals als Teil der neu gegründeten Unternehmensgruppe „Digitale Gesundheitsgruppe (DGG)„, gemeinsam mit dem Schwesterfirmen MEDULIFE und best care solutions (bcs), den Fachbesuchern vor. Auch wenn diese Neuerung anfangs ein wenig für Verwirrung sorgte, war nach einem kurzem Gespräch jedem klar: DGG entwickelt und betreibt digitale, skalierbare  Disease-Management-Programme für chronisch kranken Menschen, mit evidenzbasiertem, medizinischen Outcome. Die ganzheitliche Bereitstellung  von e-Health-Lösungen , von der Konzeption bis zur Umsetzung, teilen sich die drei Unternehmen nach ihren Kompetenzbereichen (s. Abb.) auf.

Der Andrang am Stand der beiden DITG-Mitarbeiterinnen Janine Berger und Nicole Gebhardt kaum Verschnaufpausen. So informierten sich Startups, Krankenkassen, Universitäten und eigenständige eHealth-Experten über konkrete Projekte. Die Jungunternehmer fragten nach möglicher Integration und Zugängen zu den Krankenkassen, denn spezielle Anwendungen im Bereich Diabetes, Adipositas, COPD/Asthma etc. umfasst das Portfolio des DITG bereits. Von den Krankenkassen suchten Innovations- und Versorgungsmanager nach sinnvollen, neuen Programmen, die Kosten sparen und bereits Erfolge verzeichnen können. Mitarbeiter aus Universitäten stammen meist aus Forschungsprojekten und stellen sich Partnerschaften mit dem DGG vor. So soll beispielsweise eine algorithmusbasierte Rezeptdatenbank helfen.

 

Prof. Dr. Volker Amelung, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Managed Care in Berlin, stellte den mit 75 Millionen Euro gefüllten zweiten Topf des Innovationsfonds vor. Er erklärte, diese Mittel seien nicht für neue Dinge vorgesehen, sondern dafür, dass Projekte in die Regelversorgung integriert werden.
Auch das vom DITG entwickelte Telemedizinische Lebensstil-Interventions-Programm für Typ 2 Diabetiker (TeLiPro) wird vom Innovationsfond gefördert. Ein patientenzentriertes telefonisches Gesundheitscoaching bildet das Kernstück des Programms, das die DITG gemeinsam mit der Konsortialführerin AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) umsetzt. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) und das Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav). In der randomisierten, kontrollierten Studie mit ca. 2000 Personen wird sowohl der Nutzen (medizinische und verhaltensbezogene Parameter) sowie die Kosteneffektivität evaluiert.

 

Zusammenfassend zeigte sich der Geschäftsführer der bayerischen Telemedallianz, Prof. Dr. Siegfried Jedamzik, hocherfreut über die rundum gelungene Veranstaltung: „Unser Motto ‚Grenzen überschreiten‘ unterstrich mit der Rekordbesucherzahl von rund 700 Teilnehmern die Relevanz der Telemedizin in der heutigen Zeit.“

 

Beitragsbild: Anton Krämer